Beiträge von fuse12

    sehr erhellend! - hast Du hierfür ein CANBus-Tool?

    Ist das so zu verstehen, dass bis 11:09 geladen wurde und dann sofort los?

    Besonders interessant ist für mein Auge der Temperatur-Plot. Demnach ist die Batterietemperatur bis ca. 11:9 auf 34Grad gestiegen - war das Aufladung an einer Ladesäule von 30kWh auf 54 kWh? - und danach bei Fahrbetrieb fällt sie etwas zurück - Fahrbetrieb heizt also offensichtlich weniger (weisst Du noch wie die Lufttempertaur war?).

    Besonder interessant finde ich, dass die Convertertempertaur einerseits plausibel auf den Fahrbetrieb antwortet, aber dabei komplett unkritisch ist (ich hatte doch neulich diese (blöde) Idee dass sch der Converter bei Rekuperation erhitzt - sie ist somit vom Tisch). Auch die Motortemperatur finde ich interessant - die Spikes stammen vermutlich von Überholvorgängen? - wenn ich das auf meinen Fahrstil und auf Sommer übersetze, dann hätte ich wohl etwas höhere Ausschläge ;) . Ich fürchte, die Rotor-Temperatur dürfte die Spitzen noch um einiges toppen (ich denke der Rotor läuft innen?).

    Dein Schnitt von 24.6 kWh/100 scheint auf den ersten Blick entteuschend hoch, im Vergleich zu den vorherigen Beispielen ( von judgeace und mein Beispeil von der Stuttgart-Fahrt) - Ich denke, hier schlägt die effektiv gefahrene mittlere Gechwindigkeit zu - sie ist ganz einfach im Normalfall sehr viel tiefer - in meinem Beispiel war ich gerade mal auf 84 km/100 auf der Rückfahrt von Stuttgart gekommen, häufig sehe ich Werte bei 70 - je nach Streckenprofil.

    Ich überlege noch, ob es sein könnte, dass die Abkühlung der Batterie während der Fahrt einen geringfügigen Schwund an Kapazität/Reichweite im Display bewirken könnte, der dann auch im Energiemanagement als etwas überhöhter Verbrauch dargestellt wird. Ein umgekehrter Temperatur-Trend könnte die Reichweite begünstigen. Das hätte man, wenn man über Nacht langsam an der Steckdose lädt - wenn es nicht greade eiskalt ist - ist aber nur ein Gedanke...


    Ich mache ähnliche Beobachtungen: Bei mir typischerweise nach Lade-Session ca. 391km @80% (82kWh-Batterie, Temperatur wenige Plusgrade) - kürzlich bei wärmerem Wetter 408km @80%. Ich bin zu dem Eindruck gekommen, dass der Reichweiten-Schätzer nach einer Lade-Session eventuell einen fixen Startwert für den Verbrauch benutzt sowie besonders stark die aktuelle Akku-Temperatur.

    Hier eine Beobachtung aus dem Dezember, die vermutlich mit diesem Thema zusammenhängt: Nach langer Autobahnfahrt an einer DC-Ladesäule (Start mit mittlerem SOC) fast voll bis 96% geladen, bei Ladeschluss im Display 499km@96%. Temperatur wenige Plusgrade. Akku vermutlich einigermassen warm, von vorangegangener Autobahnfahrt und besonders durch die anschliessender Schnelladung (Opel-typisch 50... 60kW).

    Danach sehr kurze Strecke ca. 1 km zum Hotel gefahren - dort fiel mir auf, dass die Reichweite mit 585km angezeigt wurde! (ist bei meinem der Datenblattwert für 100%). Ich glaube, ich habe dann einmal mit Start-Button AUS/EIN geschaltet - schliesslich gabs wieder plausibel Anzeige: 492km@96% (Reichweite also nach 1km Fahrt um 7km geschmolzen!) - kann die Umstände leider nicht mehr genau nachvollziehn. Als ich dann am nächsten Morgen (bei leichtem Frost) zur Weiterfahrt gestartet bin, stand in der Anzeige 464km@92%. Es ist klar, dass der Akku über Nacht komplett ausgekühlt war, daher habe ich mich über die streuenden Displaywerte nicht weiter gewundert.

    Letztlich denke ich, man sieht hier sehr deutlich den Effekt der Akku-Temperatur. Auch die Ablesung 585km erkläre ich mir so - wer weiss, vielleicht sehe ich sie im Sommer mal wieder...

    ja, ich weiss - bei dem Geld, dass ich für das Auto verlocht habe, habe ich mich bisher mit dem Thema Stromkosten nur wenig beschäftigt. Ich hab eine "Octopus Electroverse"-Karte, die behauptet sie vereine alle diese Netze - und ich finde den Namen so toll... ;)

    Zum Glück muss ich nur selten öffentlich laden, und dann scheint diese Karte immer zu funktinieren - aber teuer ist sie wirklich...


    ja, hier eine Präzisierung: Displaywerte des Rückweges alleine wurde angezeigt als:

    84 km/h Schnitt, 20.8 kWh/100, 171km (hast also recht)

    19 kWh/100 sind der Schnitt über Hin- und Rückweg.

    Unsere Start-Höhe war ca. 350m, Unser Ziel in Stuttgart bei Bad Cannstadt liegt bei etwa 230m, sagt mir Google. Das gefahrene Profil hat allerdings ein ziemliches Auf-und-Ab mit einem erheblichen Höhenrücken irgendwo in der Mitte - weis nicht genau wie hoch der liegt.

    Am Ende rechne ich all diese Zahlen mit grossen Toleranzen - auch sind die Ablesewerte, die ich in meinem Beitrag genannt hatte natürlich nur Momentan-Stichproben - daher hatte ich ja auch nur ganz ungefähre Angaben gemacht.


    lepo, besten Dank für den COP-Wert - ist also =3 - interessant.

    Der Vergleich mit dem Verbenner ist so zu verstehen: Wenn ein Liter Sprit ganz ungefähr 10kWh entspricht, dann bedeuten 30kWh ganz ungefähr 3L Sprit (Den Unterschied von Diesel oder Benzin lasse ich mal weg) - und in meiner bisherigen Betriebs-Praxis sind mir keine Verbenner untergekommen, die auch nur annähernd mit 3L/100 ausgekommen sind. Speziell in der Kaltstart-Phase verbrauchen alle Verbenner die ich kennengelernt habe, ein Vielfaches von 3L - die Auto-Mechs im Forum können das bestimmt genauer erklären.

    Der Hinweis auf die Kosten ist berechtigt - wir hatten die beschriebene Fahrt mit ca. 0.30EUR pro kWh Strom von meiner Haus-Steckdose gerechnet (ich bekomme relativ günstigen Nacht-Tarif-Wasserkraft-Strom) - dann hat mich also die Fahrt c.a. 88% von 82kWH= 72kWh * 0.3EUR =ca 22EUR gekostet. Mit meinem Diesel-Insignia hätte ich bei vergleichbarem Fahrprofil ganz ungefähr 6L/100 verbraucht - mit einem Dieselpreis von 1.6EUR wären das 3.44 * 6 *1.6EUR = 33EUR.

    Tatsächlich sehe ich keinen wirklich riesigen Unterschied - wer also ausschliesslich die Kosten sieht, könnte beim DIesel bleiben.

    Schlimm wird es, wenn man unterwegs nachladen muss, dann kostet die kWh (mit meiner Ladekarte) zwischen 0.7 und 0.9 EUR - in diesem Fall hätte ich aber nicht voll-geladen - und mit dieser Geschichte kommen wir auch vom eigentlichen Thema ab...

    Hallo allerseits - ich melde mich mit neuesten Verbrauchs-Impressionen zurück:

    Hier ein paar Eckwerte von abendlicher Tour nach Stuttgart vor ein paar Tagen ( 2 x 172km). Sie ist für mich deshalb interessant, weil ich hier wagen konnte, die Batterie bis 12% leerzufahren - denn zuhause wartet meine Steckdose...


    Wir haben die Tour mit Voll-Ladung 100% (521km Reichw) bei c.a +10 Grad begonnen. Geschwindigkeiten bei 120...130km/h, üblicher Stau und Stadt ergab mittlere Geschwindigkeit 70km/h. In Stuttgart sind wir dadurch unerwartet mit 61% (265km RestReichw., 17.2kWh/100) angekommen. Dadurch entbrannte unser Ehrgeiz, auch die Rückfahrt ganz ohne Ladestopp zu schaffen ;) - Ich bin dann nach anfänglichen 130km/h und zusehends schmelzender Rest-Reichweite im Display so etwa 115..120km/h gefahren. Abgeschlossen haben wir die Strecke (total 344km) mit 12% ( Rest-Reichweite 46km, mittlere Gechwindigkeit der Rückfahrt 84km/h, Totalverbrauchsmittel hin/zurück 19kWh/100, bei +4 Grad).

    Wärmepumpe war AUS - gelegentlich Ventilator bei Temperatureinstelliung MIN. Sitz- und Lenkradheizung ON. Der Wagen fährt aktuell natürlich Winterräder. Kleine Nebenbemerkung: Wir hatten eine Weile starken Nebel und starke Betauuung der Frontscheibe von innen. Gerne hätte ich die elektrsiche Frontscheibenheizung benutzt, die normalerwiese sehr effektiv ist - aber Fehlanzeige: Sie liess sich bei plus 4 Grad nicht einschalten - sehr schlecht! Wir haben uns dann mit dem Gebläse mit ungeheizter Luft mehr schlecht as recht beholfen.


    Ob wir uns mit solchen Verbrauchswerten rühmen können weiss ich nicht. Das ganze Spiel ist neu für mich, ich anlaysiere die Sache sozusagen mit grösstem Interesse. Für den Moment ist mein Eindruck, dass diese Fahr/Verbrauchsleistungen praxisgerecht sind. Sobald ich Zuversicht habe, dass diese Charakteristik System hat, werde ich auch Langstrecken-Ladestops etwas gewagter planen.


    Hier noch ein paar Anmerkungen zu euren Beiträgen mit den sehr hohen Kurzstreckenverbräuchen:

    Das bestätigt sich auch in meinen Erfahrungen - Kurzstrecke punktet deutlich. Die Reichweitenschätzung im Display schmilzt ganz ungefähr um das 1.5-fache der wirklich gefahrenen Kilometer, solange ich ca. 20km Fahrt nicht überschritten habe - und sie schmilzt zusehends langsamer, je länger man fährt - ab ca. 100km geht sie für mein Auge in eine plausible Schätzung über. DIese Charakteristik ist jedoch m.E. kaum zu kritisieren. Ich hatte bisher gedacht, dass besonders dieser "Quick-Heat" Mechnismus auf den ersten Kilometern eine grosse Rolle spielen muss. Was ausserdem auf Kurzstrecke ganz besonders punktet ist die Wärmepumpenheizung.

    Meine Partnerin stellt sie grundsätzlich auf 21Grad - dann versucht also die Wärmepumpe bei (z.B.) Null Grad Aussentemperatur plus 21 Grad innen zu erreichen. Bis sie das geschafft hat und die Klimaregelung in den Regelbetrieb übergehen kann, läuft sie (vermutlich) im Dauerbetrieb - und darüber vergehen natürlich ein paar Kilometer. Interessanterweise scheint der Dauerbetrieb des Klimakompressors zwischen 5 und 10 kWh/100 zu verbrauchen (was ich sichtbar mache, indem ich den Wagen drehmomentfrei rollen lasse (Stellung N) - dann sollte alles was von Null im Display abweicht, ein Verbraucher sein der nicht der Antrieb ist - in diesem Fall der Wärempumpen-Kompressor.

    Für mich ist längst klar: Bei Kurzstrecke und grossem Wärmebedürfnis kommt mein Streckenmittel bei Kurzstrecke locker auf 25kWh/100 und sehr oft auf 30kWh/100 - was mir wiederum egal ist, weil der Wagen anschliessend wieder an die Steckdose kommt...

    Allzu deprimierend sind auch 30kWh/100 auf Kurzstrecke nicht - sie würden einem Kalt-Verbrauch eines Verbrenners von etwa 3L/100 entsprechen - eine Zahlen die nach meiner Erfahrung in der Verbrenner-Praxis um ein Vielfaches übertroffen wird.


    Noch eine wichtige Anmerkung zur Wärmepumpe: Obwohl der Klimakompressor offensichtlich sehr leistungsfähig ist (kennt jemand offizielle Spec?), geht der Verbrauch - sobald die eingestellte Raumtemperatur erreicht ist - auf sehr viel sparsamere Werte zurück. Mit der oben beschriebenen Ablesung bei Stellung N lese ich Werte zwischen 0.5 und 1.5 kWh/100 ab (bei 100km/h). Diese kann ich auf Langstrecke gut akzeptieren, so dass es auch eine gute Grundregel sein könnte, die Klimaanlage mit moderater Temperatur dauerhaft laufen zu lassen. Man erhält dann nur keine Spiztenwerte bzgl. Fahr-Verbrauch - und eben, wie hier diskutiert, prinzipiell recht hohe Kurzstreckenverbräuche.

    Gutes Argument - tatsächlich hatte ich bisher den Eindruck, dass der Antrieb Dauerlastfähig bis 170 Sachen (bergauf!) fahren kann - damit wäre wohl meine Überhitzungs-Theorie vom Tisch. Bleibt also nur die kalte Batterie - wir haben hier nur wenige Grad über Null.

    Hier hätte ich noch eine ergänzende Beobachtung: Starke Rekuperation (Stufe-3) nach schneller Autobahn-Fahrt 160 bis 170km/h führt bei meinem recht zielsicher zum Reduzieren/Abschalten der Rekuperationsstärke - also gleiches Thema wie oben, nur anders provoziert...

    Ich habe mir diese Theorie zurechtgelegt: An einer Schnelladesäule habe ich Leistungen zwischen 60 und max 110 kW beobachtet, solange der SOC recht niedrig ist (20%) - bei höherem SOC geht die Ladeleistung deutlich zurück. Die Werte liegen dann tiefer, als wir oben bzgl. der Bremsleistung diskutiert hatten. Daraus kann man vermutlich schlussfolgern, dass beim starken Rekuperieren tatsächlich das BMS zum Schutz der Batterie den Ladestrom zurückregelt. Macht auch nichts - ich will ja ohnehin saubere Bremsscheiben haben... ;)

    Weiss jemand ob es eine Möglichkeit gibt, die Batterie-Temperatur auszulesen?

    Ich beobachte das ebenfalls - immerhin ist der Gesamt-Verbrauch trotzdem recht akzeptabel (finde ich).

    Bei den aktuellen Temperaturen: ja. Bei der Rekuperation in mittlerer Stufe kratzt du schon fast an den 50kWh, bei hoher Stufe würde ich bis zu 100kWh schätzen. Natürlich schreitet hier das BMS ein, und schützt die Batterie. In der Hinsicht hilft wohl leider nur eine warme Garage 🙁

    Ein Trost: auf längerer Fahrt wird die Batterie wärmer, und dann tritt das nicht so häufig auf. Lediglich bei längerer Abfahrt (bei mir am Reschenpass).


    Zum Thema Bremsen bin ich der Meinung, dass der GL fast schon zu stark rekuperiert, und die Bremsen zu schnell angehen anrotten. Ich muss viel öfter freibremsen gegenüber unserem Corsa electric. Besonders die hinteren Bremsenscheiben sehen gerne aus, als ob sie noch nie die Backen gesehen hätten - gerade, wenn viel Salz auf den Straßen liegt.


    Das mit der längeren Fahrt geht bei mir jedoch nicht auf. Recht eindeutig und reproduzierbar drosselt der BMS/Rekuperationsmechanismus auch nach 1 Std Fahrt und nach einer etwas längeren Bergabfahrt die Energie-Rückgewinnung so stark, dass sie fast nicht mehr wirksam ist. Ich denke, hier schützt nicht nur das BMS die Batterie vor zu viel Ladestrom, sondern auch der Wandler sich selbst vor Überhitzung. Die von euch geschätzten 50...100kW sind kein Pappenstiel... Bei einem Wandler-Wirkungsgrad von 95% würden 2.5 bis 5 kW an Hitze entstehen (weiss jemand hier genauere technische Daten?). Bei solchen Dimensionen kann ich mir schon vorstellen, dass ein mitfühlender Entwickler da etwas Sicherheit hineinprogrammiert hat...

    PS: Ich will mal asap ausprobieren, ob es hilft, die Wärmepumpe während dieser abschüssigen Strecke laufen zu lassen - die könnte ja (wenn sie gut gemacht ist) den Wandler kühlen...

    Ich sollte noch erwähnen, dass ich ohnehin regelmässig für drehmomentfreie mechanische Bremsung sorge (Wahlhebel in Segelstellung). Ich fahre also nicht wirklich Energie-Einsparungs-maximiert. Bei der gewaltigen Gesamteinsparung opfer ich gerne etwas Effizienz für ein Bremsgefühl solider glatter Bremsscheiben.

    Du hast mich genau falsch herum verstanden 😉

    Ich lass den Dicken 5 Minuten auf „Normal“, und schalte dann auf „Eco“, was dann mein normaler Modus ist. In Eco wird der Quickheat nicht aktiviert, sondern nur die Wärmepumpe. Zusätzlich mit der Sitzheizung ist das dann sehr energiesparend, und da ich es eh ein wenig kühler mag… 😉

    Danke für die Klarstellung - ein Quickheat gibts? - erledigt das ebenfalls die Wärmepumpe? - sehr schön! - mit Eco habe ich bisher noch nicht experimentiert - kommt noch...

    ja, ist schon alles richtig - nur passt es nicht sehr gut zu meiner Nutzung. Ein normaler (Funk) Schlüssel wäre mir lieber gewesen