Beiträge von fuse12

    Kleiner Nachtrag noch: Diese quasi senkrechte Ladekurve von 22 bis 80% (mit AC 11kW) könnte vielleicht bedeuten, dass während der Ladezeit das System nicht loggt? - (die Ladezeit also nicht im Diagramm erscheint) - Das Diagramm würde dann nur Anfang und Ende der Ladung zeigen, das würde diesen enormen Sprung erklären. Vielleicht sieht man das genauer, wenn man in die Kurve hinein-zoomt? ...

    wobei man - glaube ich - noch berücksichtigen sollte, dass der Wärmetauscher der Klima-Anlage bei einem Verbenner nicht wirklich ideal von der enormen Hitze zu separieren ist, die sich unter der Motorhaube eines Verbrenners entwickelt (bei Langsamfahrt). Da sollte unsere BEV-Klimaanöage spührbare Vorteile haben.

    Ausserdem lief der Klima-Kompressor in meinen Verbrennern immer mehr oder weniger an der Kurbelwelle des Motors (also nicht elektrisch) - was den Motor (wenn der Kompressor lief) spührbar in die Knie gezwungen hat - auch hier gab es ganz offensichtlich Wirkungsgradverluste.

    Ich denke, dass solche scheinbar nebensächlichen Details ein Teil der Erklährung dafür sind, dass die Klima-Anlage im BEV spührbar weniger Energie verbraucht, als im Verbrenner - was jedoch wenig nützt, wenn wir das Spiel in Reichweite ausdrücken müssen - da haben unsere BEVs nun mal ihren empfindliche Seite...)

    Diese Betrachtungen können allenfalls helfen abzuschätzen, dass wir im Stadverkehr mit Stop&Go bei eingeschalteter Klimaanlage etwas enttäuschende BEV-Verbräuche erhalten - und natürlcih sinngemäss im WInter mit eingeschalteter Wärmepumpe - siehe insigmia`s FunFact ;)

    Wie ist das Diagramm genau zu lesen? : kurz vor 6:00AM Auto gestartet? - bis ca. 10:00 AM Fahrzeug von 90% auf 22% leergefahren? bis kurz vor 6:00PM herumgestanden? und dann am Geschwind-Lader in 10 Minuten von 22% auf 80% gerammt ??? wirklich? sooo schnell? - und die Service-Batterie macht den Sprung genauso mit? (könnte sein, ist wohl nur ein Völtchen...) - meine Güte - meine Nerven... ;) - in jedem Fall Danke für die aufschlussreiche Info :)

    An die Klimaanlage wäre hier mal wieder zu erinnern - sie kann je nach Temperatureinstellung richtig viel verbrauchen. Die Verbrauchsdarstellung im DIsplay ist dabei nur indirekt über den Momentanverbrauch zu interpretieren - solange man fährt, kann man ihren Anteil sichtbar machen, wenn man den Wagen in Fahr-Stellung "N" drehmomentfrei rollen läst - was dann im Display steht, (optimalerweise wenn man dabei 100 Sachen fährt), ist ganz ungefähr der Anteil der Klimaanlage (einschliesslich weiterer kleinerer Verbarucher, natürlich...), sofern der Klimakompressor gerade läuft.

    Rechne ich meine Streckenverbräuche nach, komme ich in meiner Praxis auf ganz ungefähr 1 bis 2 kWh Anteil den die Klimaanlage haben muss (gerechnet über Etappen von ca. 50... 300km und bei moderater Kühl-Einstellung, beispielsweise 25 Grad innen wenns aussen deutlich über 30 Grad warm war). Diese Werte passen übrigens auch gut zu meinem verflossenen Diesel-Insignia - sein Spritverbrauch hatte sich mit Klimaanlage ungefähr um 0.2 bis 0.5 Liter Diesel/100 erhöht (ich glaube eher 0.5) - das wäre also sinngemäss ungefähr 2 bis 5kWh im Langzeit-Strecken-Mittel. Da stehen wir mit unserem BEV anscheinend etwas besser da, wahrscheinlich sogar sehr viel besser.

    Kurzzeitige Verbrauchsspitzen (bei Kurzstrecke) liegen jedoch viel höher. Leider bringe ich hier keine verlässlichen Zahlen zustande, meine Schätzung geht gegen 5- vielleicht sogar 10kW (ohne h) solange der Klimakompressor maximal läuft - kann das sein? - hat hier jemand etwas genauere Kenntnis von den Leistungs-Anschlusswerten des Klimakompressors?

    Ich habe mich damit abgefunden, dass langer Druck auf den ADAS-Button (zumindest für mehrere eingetragene Assistenten) nur manchmal funktioniert und manchmal (meistens) auch nicht. Oftmals schaltet er auch nur einen Teil aus der Liste ab. Ich rufe daher in der Regel das Menu auf und schalte die einzelnen EInträge händisch ab - so gehts bei meinem...

    Wir haben jetzt unsere erste Urlaubsreise hinter uns. Voll beladen und 2 E-Bikes auf der Anhängerkupplung. Tempomat auf 130 km eingestellt. Gesamtverbrauch 21,3 kw/100 km. Waren doch etwas überrascht über den Verbrauch. Im Alltag hatten wir die letzten Monate einen Verbrauch von gut 15 kw/ 100 km. Mit den Ladeparks muss man auch erst mal so seine Erfahrungen machen. Da gibt es sehr gute oder auch richtig miese. Der Grandland ist ja auch nicht gerade der schnellste beim Laden. Da ist noch ordentlich Luft nach oben.

    Auch ich sehe in der beschriebenen Konfiguration (130km/h Dauerstrich und 2 E-Bikes am Heck) in 21.3kWh/100 eher einen recht guten Wert - das würde ja ca. 2.1 L Diesel/100 entsprechen... In meiner Praxis kommen solche hohen Dauer-Geschwindigheiten selten zustande.

    Hier habe ich Notitzen von einem alternativen Profil - mein zurückliegender 500km-Trip nach Italien - Randbedingungen: Höllisch warm zwischen 35 und 39Grad, Klima-Anlage ON (natürlich), geograph. Höhendifferenz ca. 2000m! - jedoch kein Fahrradträger am Heck.


    Streckenverbräuche zwischen den Ladepunkten (Abschrift vom Display):


    Hinweg:

    Abschnitt St.Bernadino/Tessin(Colderio) :: 100% ... 44%, 84km/h, 14.6kWh/100, 317km

    Abschnitt Tessin/Arenzano:: 99% ... 56%, 95km/h, 17.7kWh/100, 198km


    Rückweg:

    Abschnitt Arenzano/Tessin(Belinzona):: 80%...25%, 84km/h, 17.1kWh/100, 245km

    Abschnitt Tessin/St.Bernadino:: 99% ... 47%, 70km/h, 15.5kWh/100, 262km


    Mit Ausnahme des Abschnitts Tessin/Arenzano, der eventuell ähnlich war wie Tempomat 130 ( Suro), bildet sich hier ein recht komlpexes Fahrprofil ab, das vor Allem die grosse Höhendifferenz von 2000m enthält sowie entsprechend kurvige Serpentinen - bei dem bekannten Urlaubergedrängel auf den Alpenstrassen habe ich unseren Dicken sogar mal auf der Überholspur bergauf laufen gelassen - er will einfach laufen, wie ein junger Hund...

    Auf der Bergabseite haben wir Richtung Tessin/Italien 5% durch Rekuperation gewonnen, auf der Rückfahrt waren es nur 2% (eigentlich etwas enttäuschend) - jedenfalls hat es (fast) keine dieser Rekuperations-Abschaltungen gegeben, die ich vom Winter her kenne. (PS: Das Spiel mit den Lenkrad-Paddels habe ich mir stark angewöhnt - ich denke, es bringt doch etwas kWh-Ersparnis).

    Für mich war dieses Streckenprofil (die Höhendiffernez und Italien) neu, und ich habe mir mal wieder viel zu viel Reichweite-Sorgen gemacht - unser Problem war eher, dass wir die Batterie nicht weit genug runterfahren konnten, um in Colderio sinnvoll zu laden (siehe oben - laden bei 44% soll man ja eigentlich nicht...) - und dass ich an den Ladepunkten jedes Mal fast voll geladen habe drückt nicht nur meine Anfänger-Reichweiten-Pein aus - es lag auch daran dass wir unseren Kaffee nicht schneller trinken konnten...

    Bei all dem scheint es mir übrigens wenig schlimm, dass unser Dicker kein Schnell-Lade-Weltmeister ist - ich überlege sogar, dass das Nicht-so-Schnell-Laden eher positiv ist, weil es vielleicht die Batterien etwas schont.

    könnte es sich um ein simples Kontaktprobelm Auto/CCS-Stecker handeln? Ich selber wackel den CCS-Stecker beim EInstecken immer ein wenig ein - und vor allem achte ich sehr darauf, dass er nicht allzusehr unter mechanischer Spannung steht und durch die Kabelzuführung schräg-gezerrt wird - das wäre aber in deinem Fall auch nur eine Verzweiflungs-Diagnose - probieren kannste es ja mal...

    Hier habe ich noch ein Nachtrag:

    Nachem ich kürzlich mal wieder für eine längere Tour auf 100% geladen habe, begrüsste mich meiner mit einer Reichweitenanzeige von 602 km! (weil ich am Vortag eine Tour mit 13.7kWh/100 abgeschlossen hatte) - oh Freude - natürlich schmolz der Wert schon nach den ersten 20 gefahrenen Kilomentern wieder zurück auf 5xx km

    ... ich bin schon mehrfach mit niedrigem Akkustand an einer Ladesäule direkt an der Autobahn liegengeblieben, weil mein Auto sich weigert, richtig mit der öffentlichen Ladesäule zu kommunizieren, mit der Fehlermeldung "Vehicle requested to stop" ("Fahrzeug hat Stopp angefordert").

    ...

    Hört sich aber wirklich blöd an - wenn das Fahrzeug Stopp anfordert, dann muss es ja am Batteriemanagement des Fahrzeugs liegen (?) - ich selber bin zum Glück von schwerwiegenden Störungen verschont geblieben - jedoch hatte ich einmal dies erlebt: Ich hatte versehentlich die Zeitzohne der Systemzeit um 1 Stunde verfummelt - das hatte in meinem Fall dazu geführt, dass (irgendwann später) eine EON-Ladesäule den Strom verweigert hat (soweit ich die Displaymeldungen verstanden habe). Eine Aral-Puls-Säule konnte meinen Tag retten. Viel später habe ich dann diesen Zeitfehler im Display bemerkt und korrigiert - danach gab es diese Art von Störung nicht wieder. Diese Zeit-Geschichte ist natürlich meine Arbeitshypothese - eine Systemfehlerdiagnose kann ich ja nicht durchführen - bin aber aus verschiedenen Gründen fast sicher, dass sie der Grund war.