Das ist, mit Verlaub, eine sehr einseitige Beurteilung.
Zum einem müssen wir uns der Realität stellen, dass kein Hersteller, ob nun das Headquarter oder die Produktion in Deutschland beheimatet ist oder nicht, ein rein deutscher Hersteller ist. Es sind durchweg internationale Unternehmen mit internationalen wirtschaftlichen Verflechtungen und Verpflichtungen.
Daraus ergeben sich Abhängigkeiten aus weltweiten/europäischen Lieferketten wie auch vereinbarte Konventionalstrafen bei Großaufträgen und natürlich der Konsequenz, dass der Großkunde im Nachgang keine Aufträge mehr platziert.
Einer der größten Kunden in der Automobilbranche ist übrigens SAP, die die Autos sogar kaufen und nicht leasen...
Imho kann kein Autohersteller mehr "nur" von Privatkunden (über)leben, andererseits ohne "uns" und teilweise auch der Markentreue geht es auch nicht.
Das ist ein Spagat , der nicht immer gelingt und je nach Medienstimmung mal besser, mal schlechter beurteilt wird.
Der an der Nabelschnur hängt, ist der jeweilige Händler als direkter Vertragspartner und der speziell bei Opel als "Blitz"ableiter fungiert.
Wenn er das im Rahmen seiner vertraglichen Möglichkeiten mit dem Privatkunden und Opel/Stellantis durch Ersatzmobilität ausgleicht, ist das immerhin eine Kunden zugewandte Lösung.