Hier mal ein paar Eindrücke von unserer Familienfahrt nach Korsika, ausschließlich die positiven Punkte. Die negativen gibt's im "was gefällt dir nicht" Thema.
Also, wir waren 3600km unterwegs, in ziemlich genau 3 Wochen. Es ging über deutsche, österreichische und italienische Autobahnen, dabei ein paar Tage durch Südtirol (Berge, Serpentinen), dann in die Hitze nach Livorno (schlechte Straßen inklusive) und mit der Fähre nach Korsika. Hier ebenfalls extreme Hitze und Serpentinen. Wir waren zu viert und fuhren die Jahre zuvor ein Tesla Model 3, auf ähnlichen Touren. Das soll ein bisschen das Vergleichsobjekt werden.
Positiv:
Entspanntes Fahren auf Autobahnen, leises Reisen, dabei ein besonderes Lob an die Fahrassistenzsysteme. Mit Tempomat, Lenkassistent und Spurwechselassistent wirklich sehr entspannt, hab's sehr genossen. Um Weitem besser als bei Tesla. Keine Fehler, besonders gut find ich, dass der GL bereits beschleunigt, wenn der Blinker gesetzt wurde und der Spurwechsel mit OK bestätigt wird.
Das Fahrwerk ist okay, mehr aber auch nicht. Liegt ruhig auf der Straße, aber gerade die schlechten Straßenverhältnisse in Italien (AB Livorno <-> Florenz) zeigen, dass ein wenig sportlicheres Fahrwerk dem GL ganz gut gestanden hätte. Poltert dann schon ganz schön. Aber, das Model 3 war locker schlechter.
Verbrauch ohne deutsche Autobahnen (130 km/h Tempomat) lag bei 19,2 kWh/100km, alles in allem bei 19,5 kWh/100km. Bin ich zufrieden mit.
Das Laden war durchaus zufriedenstellend, ich habe im Ausland hauptsächlich bei Tesla geladen, in Deutschland bei EnBw. Sonst DC Ladungen in den Städten oder Hotels. AC max. 165kW mit bekannter Ladekurve.
Mit dem Platzangebot sind wir sehr zufrieden, dank Frunk.at konnten wir auch vorne etwas reinpacken, hauptsächlich Strandzeug usw. Hinten ist der grundsätzliche Platz ja ähnlich wie der im Tesla M3, mit dem Unterschied, dass man stapeln kann. Ich habe dafür das Trennnetz installiert und die Hutablage zuhause gelassen. Unter dem Ladeboden hab ich hauptsächlich Souvenirs geparkt, Wein Bier usw: ![]()
Interne Navigation habe ich nicht genutzt, dank mittlerweile sehr guter Integration von Android Auto und ABRP bin ich ausschließlich damit gefahren, wenn Laden nicht notwendig war (Ausflüge) dann google maps. Lief zufriedenstellend stabil, wenn hitzebedingt mal ein Ausstieg geschah, hat die Neuverbindung gleich wieder geklappt.
Klimaanlage lief auch bei großer Hitze sehr gut, dank belüfteter Sitze war Schwitzen nur kurzzeitig angesagt. Auch positiv: Vorkonditionierung lief, wenn die App denn funktionierte. Und komisch, in Frankreich funktionierte die App recht gut. Gefühlt hatte der GL immer Internet, auch auf Korsika, selbst wenn mein Telekom-Handy noch struggelte. Fand ich ziemlich strange. Opel App funzte definitiv besser als in Deutschland.
Dank höherer Bodenfreiheit bin ich nirgends aufgesetzt, was mir mit dem Tesla M3 doch des Öfteren passierte auf Korsika und Italien. Super: 360° Panoramakamera, gerade in engen Parkhäusern oder auf angsteinflößenden Straßen ging sie schnell an, blöd war nur die Sekunde für meine Handbewegung zum Home-Button und auf den Panorama-Kamera Knopf (blöd, wenn man im AndroidAuto drin ist).
Um noch einen positiven Aspekt am Opel Service zu finden, ich habe bemerkt, dass ich wohl über das 12000km Serviceintervall kommen werde, aber ein Anruf beim FOH brachte die Aussage "ist egal, Sie kriegen eh erst nen freien Termin Ende August".
Meine negativen Erlebnisse findet ihr im entsprechenden Thema ![]()